Bundesweite Studie zur Sicherheit von Wohneigentum

Der Verband Wohneigentum NRW e.V. führt gemeinsam mit dem Sicherheitsexperten ABUS eine Studie zum Thema „Sicherheit von Wohneigentum“ durch. Teilnehmen kann jeder Hausbesitzer.

Hand dreht Schlüssel am Fenstergriff  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Eine Sicherheitsmaßahme sind abschließbare Fenster. 

Seit Jahren sind die Einbruchzahlen alarmierend. Statistisch gesehen findet in Deutschland etwa alle zwei Minuten ein Einbruchversuch in private Haushalte statt. Lässt sich dies überhaupt verhindern oder haben Einbrecher vielfach ein zu leichtes Spiel, um in Häuser und Wohnungen zu gelangen? Genau dies will der Verband Wohneigentum NRW e.V. jetzt gemeinsam mit ABUS herausfinden.

Hierzu wurde ein Online-Sicherheitsfragebogen entwickelt, den Hausbesitzer ab sofort (sofern gewünscht anonymisiert) ausfüllen können. Hierin wird erfasst, wie gut oder weniger gut ein Haus gegen mögliche Eindringliche geschützt ist.

Aus der Sicht der Einbrecher

„Mit der Befragung soll im Prinzip jeder Hausbesitzer animiert werden, einmal das Haus und Grundstück im übertragenen Sinne aus dem Blickwinkel eines Einbrechers zu betrachten und so mögliche Schwachstellen zu finden. Solche Schwachstellen können beispielsweise schlecht einsehbare Kellerfenster, eine Terrassentür ohne einbruchhemmende Beschläge oder auch ein verloren gegangener Haustürschlüssel sein. Genau in diese Richtung zielen auch die Fragen“, erläutert Hans-Michael Schiller, der 1. Vorsitzender des Verband Wohneigentum NRW e.V.

Allein im Jahre 2014 wurden in der Kriminalstatistik deutschlandweit über 152.000 Einbruchsdelikte erfasst. Vermutlich liegt die Zahl für 2015 nochmals höher. Der einzige Trost bei dieser Bilanz: Bereits in etwas mehr als einem Drittel der Fälle scheitern Einbrecher an vorhandenen Sicherheitseinrichtungen und es bleibt beim Einbruchsversuch. Dies unterstreicht, wie sinnvoll mechanische oder elektronische Sicherungen an Türen und Fenstern sind.

Studie gibt Aufschluss

„Jeder beantwortete Fragebogen trägt mit dazu bei, eine übergreifende Sicherheitsstudie zu erstellen, die – statistisch untermauert – ein Bild zeichnet, wie sich Hausbesitzer hierzulande mit dem Thema Einbruchschutz auseinandersetzen und wie gut unsere Häuser gesichert sind“, erklärt Hans-Michael Schiller weiter. Zugleich betont Schiller aber auch, dass ein beantworteter Fragebogen nie das geschulte Auge eines Beamten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle oder des Mitarbeiters eines Sicherheitsfachgeschäftes ersetzen kann: „Der Verband Wohneigentum NRW e.V. hilft Interessenten auf Wunsch bei der Analyse des Fragebogens und gibt beispielsweise Tipps zur Erhöhung des Einbruchschutzes oder wie sich ein seriöses Sicherheitsfachgeschäft finden lässt. Letztlich möchten wir mit dieser Umfrage das Bewusstsein für mehr Einbruchschutz erhöhen. Wenn uns dies gelingt und es Einbrechern immer schwerer gemacht wird, haben wir viel erreicht.“

Der Online-Sicherheitsfragebogen ist ab sofort über die Website des Verband Wohneigentum NRW e.V. abrufbar: www.verband-wohneigentum.nrw/umfrage.

Die Antworten fließen in eine Gesamterhebung ein, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird und die ebenfalls auf der Website des Verbandes veröffentlicht wird.

Gerne gibt der Verband Wohneigentum NRW e.V. weitere wertvolle Tipps zu allen Themen rund um das Wohnen. Eine E-Mail an info@verband-wohneigentum.nrw genügt.