Der Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V. empfiehlt weiter Photovoltaik-Systeme

Derzeit sind rund 1,2 Millionen Photovoltaiksysteme auf deutschen Hausdächern installiert. Die vielen Eigenheimbesitzer tragen damit schon heute einen wichtigen Teil zur Stromgewinnung bei – und das Potenzial an passenden Haus- und Garagendächern ist noch gewaltig. Doch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bewirkt, dass die staatliche Förderung für privat betriebene Photovoltaikanlagen kontinuierlich sinkt. Die private Stromgewinnung aus Sonnenenergie steht hierdurch vor wachsenden, insbesondere finanziellen Barrieren. Der Verband Wohneigentum NRW e.V. zeigt, warum es sich als Eigenheimbesitzer nach wie vor lohnt, in Photovoltaik-Systeme zu investieren.

 

Gleitende Degression bei der Photovoltaik-Vergütung

Derzeit wird der in konventionellen privaten Photovoltaikanlagen erzeugte Strom direkt im Eigenheim genutzt. Produziert die Anlage jedoch überschüssigen Strom, wird dieser ins öffentliche Netz eingespeist. Die einspeisenden Eigenheimbesitzer erhalten im Gegenzug eine Vergütung gemäß der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Sätze. Für diese Sätze wurden immer wieder neue gleitende Degressionen festgelegt. So lag der Satz pro Kilowattstunde in der Klasse der bis zu 10 KW großen Solarstromanlagen, wie sie häufig auf den Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern installiert sind, im Februar 2013 noch bei 16,64 Cent. Im März fiel dieser auf 16,28 Cent und im April wurde eine Kilowattstunde nur noch mit 15,92 Cent vergütet.

Strom aus Sonnenenergie ist die Zukunft

War die Rückvergütung bislang noch ein Argument für die Anschaffung einer entsprechenden Anlage, so wird dies mittelfristig weniger Anreize bieten. „Dennoch wird die Stromgewinnung aus Sonnenenergie für den privaten Hausbesitzer nach wie vor kein Auslaufmodell! Fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas sind nur noch begrenzt vorhanden und ihre Gewinnung wird zunehmend schwieriger. Von daher muss jede Möglichkeit genutzt werden, fossile Energieträger durch erneuerbare Energien zu ersetzen – und das auch im privatwirtschaftlichen Bereich“, weiß Thomas Hornemann, Geschäftsführer des Verband Wohneigentum NRW e.V. „Entsprechend muss und wird die eigene Nutzung des produzierten Stroms zukünftig mehr in den Fokus der wirtschaftlichen Betrachtung rücken“, so Thomas Hornemann weiter.

Ein Schritt weiter in Richtung Energieautonomie

Folgende Aspekte sprechen eindeutig dafür: Zum einen sind die Anschaffungskosten heute deutlich niedriger als noch vor einigen Jahren. Zum anderen lässt sich die Investition in eine Photovoltaikanlage auch zukünftig steuerlich geltend machen. Private Betreiber können die Anschaffungskosten bis zu 20 Jahre lang abschreiben. Wird die Solarstromanlage mit einem Kredit finanziert, besteht zudem die Möglichkeit, über die Hausbank ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW-Bank zu beantragen.

Darüber hinaus, und hierin liegt eine der wichtigsten Entwicklungen, vergibt die KfW-Bank seit Mai 2013 auch Förderdarlehen für spezielle Solarstromspeicher. Durch die erhoffte größere Nachfrage soll die technische Weiterentwicklung der sogenannten Batteriespeichersysteme vorangetrieben werden. Nach wie vor gibt es kaum Möglichkeiten, den mit der Photovoltaikanlage erzeugten Strom zu speichern – ein essenzieller Knackpunkt bei diesem System. Mit neuen und besseren Speichermöglichkeiten wird sich dies aber schon in naher Zukunft ändern. Der gespeicherte Solarstrom lässt sich dann für den Eigenverbrauch nutzen und macht den Betreiber somit unabhängiger – natürlich auch in finanzieller Hinsicht.