Kriminalstatistik: 25 Prozent weniger Einbrüche in NRW

Ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche verzeichnet die Kriminalstatistik für 2017. Ein Grund ist die Sensibilisierung von Hauseigentümern für Schwachstellen im Einbruchschutz. Hierbei helfen Aufklärungskampagnen, wie sie auch der Verband Wohneigentum NRW e.V. durchführt.

Tür wird mit Brecheisen aufgebrochen  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Aufklärungskampagnen sensibilisieren für Schwachstellen im Einbruchschutz. 

Anfang März hatte der neue NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) Grund zur Freude, als er die Kriminalstatistik für das zurückliegende Jahr 2017 präsentieren konnte. Um gut 25 Prozent gesunken ist laut Statistik allein die Zahl der Wohnungseinbrüche. Mit 1,37 Millionen Delikten hat die Zahl der Straftaten im letzten Jahr insgesamt um 6,5 Prozent abgenommen. Leicht gestiegen ist gleichzeitig die Aufklärungsquote, die bei gut 52 Prozent lag. Mit knapp 17 Prozent kann hier die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen nicht mithalten.

Gründe für die positive Entwicklung

Die Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge wurde als ein wichtiger Grund für die insgesamt erfreuliche Entwicklung genannt. Denn als Nebeneffekt gelangten deutlich weniger kriminelle Banden aus Südosteuropa nach NRW. Auch der stärkere Fokus vieler Polizeibehörden auf Wohnungseinbrüche und verschiedene Aufklärungskampagnen machten sich zusätzlich positiv bemerkbar, so ein Fazit des Ministers.

Umfangreiche Aufklärungsarbeit des Verbandes

Diesem Fazit schließt sich der Verband Wohneigentum NRW e.V. an: „Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Aufklärungskampagnen der vergangenen Jahre großen Zuspruch fanden und viele Mitglieder für das Thema Einbruchschutz sensibilisiert wurden“, erklärt Geschäftsführer Thomas Hornemann.

Die Aktivitäten des Verbandes, um Mitglieder über Maßnahmen zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen zu informieren, sind vielfältig. Mindestens einmal pro Jahr wird in Zusammenarbeit mit der örtlichen polizeilichen Kriminalprävention eine Informationsveranstaltung für Mitglieder durchgeführt. Mit jeder Veranstaltung stieg in den vergangenen Jahren die Zahl der Interessierten in Dortmund. Direkt aus erster Hand bekommen hier Mitglieder wichtige praktische Anregungen, wie sich die eigenen vier Wände sicherer machen lassen.

Darüber hinaus informiert der Verband Wohneigentum NRW regelmäßig auf seiner Website, über Facebook und Twitter zum Thema Sicherheit und Einbruchschutz. Auch Infoflyer, in denen die typischen Schwachstellen eines Hauses aufgezeigt und Experten-Tipps für Hauseigentümer gegeben werden, hält die Verbandsgeschäftsstelle bereit.

Erfolgreiche Sicherheitsumfrage informiert Mitglieder

Bereits zweimal führte der Verband Wohneigentum NRW 2017 und 2016 erfolreich eine Sicherheitsumfrage zum Thema Einbruchschutz in Kooperation mit ABUS durch. Mit den Fragen sollten die Teilnehmer ermuntert werden, einen kritischen Blick auf ihre Fenster und Türen zu werfen: Bieten diese ausreichend Widerstand gegen Aufhebelversuche oder sind Nachrüstungen nötig? Wie gut sind Kellerfenster und Nebeneingänge gesichert? Ist vielleicht einmal ein Schlüssel verloren gegangen? Und wenn ja, wurde der Schließzylinder gewechselt?

Der Verband unterstützt außerdem einige Gemeinschaften mit Rat und Tat bei der Organisation eigener Veranstaltungen.

Beim Thema Einbruchschutz dranbleiben

„In der Vergangenheit haben wir nicht nachgelassen, bei unseren Mitgliedern immer wieder das Thema Einbruchschutz anzusprechen und hierfür zu sensibilisieren. Wie richtig dies war, zeigt die erfreuliche Entwicklung der Kriminalstatistik. Allerdings wäre es falsch, diese Aktivitäten jetzt herunterzufahren, denn weiterhin ist es unser Ziel, für mehr Einbruchschutz und damit für ein sicheres Gefühl zu arbeiten“, betont Thomas Hornemann abschließend.