Rot-Grün erhöht die Grunderwerbsteuer

Die Fraktionen von SPD und Grünen haben heute beschlossen, die Grunderwerbsteuer ab 01. Januar 2015 auf 6,5 % zu erhöhen. Und dies entgegen ihrer steten Beteuerung, dies nicht zu wollen.

Belastungsgrenze ist längst erreicht!

Der Verband Wohneigentum NRW e.V. lehnt eine Erhöhung der Grundsteuer entschieden ab. Die Belastungsgrenze der Hauseigentümer ist längst erreicht. Jedes Jahr steigen die Grundbesitzabgaben für Hauseigentümer: Die Ableitungsrohre sollen überprüft werden, der Wohnbestand soll saniert und modernisiert werden und Energiesparmaßnahmen sind durchzuführen. Die Reform der Grundsteuer wird diskutiert, was wahrscheinlich wieder höhere Belastungen mit sich bringt. Eine höhere Grunderwerbsteuer sorgt dafür, dass beim Verkauf älterer Immobilien an den notwendigen Investitionen gespart wird – was u.a. zu Lasten der Bauwirtschaft geht. Es wird nicht mehr in den eigenen Wohnraum investiert, sondern in den Landeshaushalt. Häuser, in die nicht investiert wird, verkommen und der Wert solcher Immobilien sinkt. So stellt sich die Frage, wer das alles bezahlen soll. Der Hauseigentümer kann sein Geld nur einmal ausgeben. Und wenn auf der einen Seite nach mehr Einnahmen gesucht wird, dann muss auf der anderen Seite auch geprüft werden, wo im Landeshaushalt gespart werden kann.

Ist das nur der Anfang?

Die Konsequenz: Auch die prognostizierten Mehreinnahmen werden sich in Zukunft durch geringere Verkaufspreise nicht erzielen lassen. So wird vermutlich schon bald eine weitere Anhebung der Grunderwerbsteuer anstehen. Eine Spirale, die gar nicht erst in Gang gesetzt werden darf. Daher lehnt der Verband Wohneigentum NRW e.V. die heute beschlossene Erhöhung entschieden ab.