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Schneefanggitter – Pflicht für jeden Hausbesitzer?

 

05. Januar 2015 – Bei den momentan wieder recht angenehmen Temperaturen denkt kaum noch jemand an die kurze Schneephase um Neujahr. Und trotzdem, der Winter kann sich jederzeit zurückmelden. „Sobald größere Schneemengen gefallen sind, fragen sich viele Hausbesitzer, ob sie Maßnahmen gegen mögliche Dachlawinen ergreifen müssen – beispielsweise durch das Anbringen von Schneefanggittern“, erklärt Hans-Michael Schiller, 1. Vorsitzender des Verband Wohneigentum NRW e. V.

Der Gesetzgeber sagt grundsätzlich, dass alle Hausbesitzer aufgefordert sind, bei Gefährdungen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Denn Schneelawinen können große Gefahren für Fußgänger darstellen und auch immense Schäden beispielsweise an parkenden Fahrzeugen verursachen. In solch einem Fall stellt sich immer sofort die Frage der Haftung.

Aber nicht jedes Gebäude ist gleich. Das eine Haus steht direkt am Bürgersteig, das andere vielleicht weitab mitten in einem großen Garten. Von daher ist die Anbringung von Schneefanggittern, die einen wirkungsvollen Dachlawinenabgang verhindern helfen, auch nur unter ganz bestimmten Bedingungen Pflicht und hängt von verschiedenen Faktoren ab. So beispielsweise von der Schneelage des jeweiligen Ortes sowie der Beschaffenheit und Lage des Gebäudes. Steht ein Haus an einer Straße in einem schneereichen Gebiet und weist es eine Dachneigung von über 45 Grad auf, ist die Anbringung eines Dachlawinenschutzes in jedem Fall Pflicht. Doch nicht immer sind die Rahmenbedingungen so eindeutig.

Fünf Schneelastzonen

Deutschland ist in fünf Schneelastzonen – 1, 1a, 2, 2a und 3 – unterteilt. Zone 1 umfasst Gebiete mit niedrigen Schneelasten, Zone 3 hingegen Regionen mit hohen Schneelasten. In Nordrhein-Westfalen sind weite Teile des Landes der Zone 1 zugeordnet, weisen demnach eher eine geringe Schneelast auf. In diesen Gebieten besteht somit in der Regel keine grundsätzlich Verpflichtung zum Anbringen von Schneefanggittern. Anders kann es jedoch in Regionen wie dem Aachener Raum oder dem Bergischen Land sein. Dort fällt im Winter meist deutlich mehr Schnee, so dass diese Gebiete entsprechend den Zonen 2 und 2a zugeordnet sind. Wer dort lebt, sollte sich genau erkundigen, ob an seinem Haus ein entsprechender Dachlawinenschutz montiert werden muss. Nur ganz wenige Regionen im Sauerland sind der Zone 3 zugeordnet, wie beispielsweise der Ort Winterberg. Dort findet man auf so gut wie jedem Gebäude entsprechende Vorrichtungen.

„Wer Klarheit wünscht, kann sich beispielsweise an den Dachdecker in seiner Nähe wenden. Hier werden Eigentümer fachkundig und umfassend zu diesem Thema beraten“, so Hans-Michael Schiller weiter.

Gerne gibt der Verband Wohneigentum NRW e. V. weitere wertvolle Tipps zu allen Themen rund um das Wohnen. Eine E-Mail an info@verband-wohneigentum.info genügt.


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