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Einbrecher fahren nicht in den Urlaub

Einbrecher finden meist mehrere Wege ins Haus. Hier sehen Sie typische Schwachstellen, auf die man ein "Auge" haben sollte.

16. Juni 2016 – In wenigen Wochen startet Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien. Leider schnellen in der Ferienzeit immer auch die Einbruchzahlen nach oben, denn Einbrecher machen keinen Urlaub. Doch mit einigen gezielten Maßnahmen lassen sich Schwachstellen in Haus und Wohnung sicherer machen. Der Verband Wohneigentum NRW e.V. gibt Tipps, wo man ansetzen sollte.

Die typischen Schwachstellen sind und bleiben die „Öffnungen“ des Hauses, sprich Türen und Fenster. Hier sind auch Keller- und Nebeneingangstüren gemeint. Neben Sicherungen auf der Bandseite sollten alle Türen mit hochwertigen Schutzbeschlägen versehen sein, die den Schließzylinder sicher gegen Aufbohrversuche schützt.

Immer abschließen – auch aus Versicherungsgründen

Grundsätzlich sollten Türen immer abgeschlossen und nicht nur zugezogen werden. Ebenso die Fenster – dies auch schon aus Gründen des Versicherungsschutzes. Manche Hausratversicherung verweigert die Schadensregulierung, wenn sich herausstellt, dass bei einem Einbruch eine Tür nicht verriegelt oder das Fenster nicht richtig verschlossen war. Dies wird als Fahrlässigkeit gewertet und der Versicherungsschutz geht verloren.

Fenster mit Sicherungen nachrüsten

Bei Fenstern sollten möglichst einbruchhemmende Beschläge mit Pilzkopfzapfen verbaut sein. Sind die Fenster oder Fenstertüren nur mit Standardbeschlägen ausgestattet, lassen sie sich meist leicht und schnell mit Zusatzsicherungen nachrüsten. Nicht nur im Erdgeschoss sind ungesicherte Fenster oder Terrassentüren klassische Schwachstellen. Auch die über den Balkon zugänglichen Fenster in der ersten Etage zählen hierzu und sollten deshalb nachgerüstet werden. Bei der Auswahl der Nachrüstsicherungen sollte neben einer höheren Widerstandskraft und VdS-Anerkennung vor allem auf eine einfache Handhabung geachtet werden. Nur dann wird man die Zusatzsicherung auch regelmäßig benutzen.

Viele werden selbst aktiv

Aufgrund der permanent steigenden Einbruchzahlen sind mehr und mehr Menschen bereit, selbst aktiv zu werden und in die Erhöhung des Einbruchschutzes zu investieren. Dies ist auch das Ergebnis einer Umfrage zum Thema Einbruchsicherheit, die der Verband Wohneigentum NRW e.V. gemeinsam mit den Sicherheitsexperten von ABUS unter mehr als 1.800 Verbandsmitgliedern durchführte.

53 Prozent der Befragten gaben an, dass bei ihnen in der unmittelbaren Nachbarschaft bereits eingebrochen wurde. Einige sind sogar selbst schon einmal Opfer eines Einbruchs geworden. 72 Prozent der befragten Verbandsmitglieder haben in die Einbruchsicherheit investiert und mechanische oder mechatronische Zubehörprodukte für Haus-, Balkon- oder Terrassentüren, Fenster und Nebeneingänge angeschafft. Auch Bewegungsmelder, die beispielsweise eine Außenbeleuchtung aktivieren, wurden vielfach gekauft. Wenn es um fundierte Informationen rund um das Thema Einbruchsicherheit geht, genießt die Polizei großes Vertrauen. So gaben 80 Prozent der Befragten an, sich bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen Rat holen zu wollen. Immerhin 57 Prozent setzen auf die Kompetenz des Sicherheitsfachhandels und 34 Prozent vertrauen den Informationen aus dem Internet – Mehrfachnennungen waren möglich.

Keine Botschaften hinterlassen

Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass sich 92 Prozent der befragten Verbandsmitglieder nach wie vor sicher in den eigenen vier Wänden fühlen. Doch wer in den Urlaub fährt, sollte noch weitere Dinge beachten. „Einstieghilfen“ im Garten wie Mülltonnen oder Gartenmöbel gehören in den Keller oder sollten in der Gartenhütte eingeschlossen werden. Sind Rollläden die ganze Zeit über heruntergelassen und Vorhänge geschlossen, ist dies eine klare Botschaft an jeden Einbrecher: Die Bewohner sind verreist!

„Ganz wichtig: Sorgen Sie dafür, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird. Hinweise mit Angaben zur Länge des Urlaubs haben auf der Mailbox, dem Anrufbeantworter bzw. im Abwesenheitsassistenten des E-Mail-Postfachs oder bei facebook und Co. nichts zu suchen. Wertgegenstände und wichtige Unterlagen gehören in ein Bankschließfach oder daheim zumindest in einen Tresor. Falls es zu einem Einbruch kommt, hilft der Versicherung bei der Schadensregulierung eine vorher erstellte Liste der Wertgegenstände weiter“, so der Rat von Hans-Michael Schiller, Vorsitzender des Verband Wohneigentum NRW e.V.

Mehr Informationen zum Thema Einbruchsicherheit sowie zur erwähnten Befragung und den Ergebnissen finden Interessenten unter: www.sicherheitsumfrage.de.

Darüber hinaus gibt der Verband Wohneigentum NRW e.V. gerne weitere wertvolle Tipps zu allen Themen rund um das Wohnen. Eine E-Mail an info@wohneigentum.nrw genügt.


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