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Beim Einbruchschutz nicht nachlassen

Einbruchschutz
Machen Sie Einbrechern das Leben so schwer wie möglich.

27. April 2017 – Am 24. April stand das Thema Einbruchschutz auf der Tagesordnung des Bundesinnenministers. Nachdem es bei den Haus- und Wohnungseinbrüchen in den vergangenen Jahren nur nach oben ging, konnte im letzten Jahr erstmals eine leichte Entspannung verzeichnet werden. In NRW wurden in 2016 knapp über 45.000 Einbrüche verübt – 2015 lag die Zahl noch bei über 62.000. Nach Angaben der Polizei hatte im vergangenen Jahr nur noch jeder zweite Einbruchversuch Erfolg. Können wir uns nun also beruhigt zurücklegen? Keinesfalls, sagt Hans Hans-Michael Schiller, 1. Vorsitzender des Verbandes Wohneigentum NRW e.V.

Unterschiedliche Tätergruppen

Die Gefahr, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist nach wie vor immens groß. „Innerhalb unseres Bundeslandes gibt es bezogen auf die Zahl der Delikte regionale Unterschiede – ebenso gibt es unterschiedliche Tätergruppen“, so Schiller. Das Täterspektrum reicht vom Beschaffungskriminellen bis hin zur organisierten Bande. Städte und Wohngebiete mit „guter Infrastruktur“ – sprich einer Anbindung an das Autobahn- oder Fernstraßennetz – sind dabei grundsätzlich stärker gefährdet als der ländliche Raum.

Verletzte Privatsphäre ist schlimmer als Schaden

Auch wenn die Schäden eines Einbruchs vielfach über die Versicherung abgedeckt sind, ist für Menschen das Eindringen in ihre Privatsphäre oftmals schlimmer als der finanzielle Verlust. Allein schon für ein besseres Gefühl lohnt es sich also, in Sicherheitstechnik zu investieren, rät der Verband Wohneigentum NRW e.V.

Sicherheit durch Nachrüstung

Wer gerade einen Neubau plant oder im Altbau Fenster und Türen ersetzen will, kann direkt bei der Bestellung auf hochwertige Sicherheitstechnik setzen. Moderne Türen haben meist eine Mehrfachverriegelung und gute Fensterbeschläge sind mit Pilzkopfverriegelungen ausgestattet. Diese Maßnahmen machen Einbrechern das Leben schwer.

Einfache Handhabung für mehr Sicherheit

Doch in vielen Häusern sind noch Fenster und Türen eingebaut, die über keine wirksame Sicherheitstechnik verfügen. Meist reichen schon wenige Augenblicke, um solche ungesicherten Türen oder Fenster aufzuhebeln. Um Einbrechern auch hier das Leben so schwer wie möglich zu machen, bietet sich der Einbau von Zusatzsicherungen an. Der Fachhandel sowie gute Baumärkte bieten entsprechende Lösungen an. Doch damit diese Zusatzsicherungen auch wirklich genutzt werden, müssen sie komfortabel und einfach in der Handhabung sein.

Nachrüsten oder Austauschen – Für jeden ist etwas dabei

Die neueste Generation der Fenstersicherungen ist bereits vormontiert, sodass sie sich sogar von Laien leicht einbauen lassen. Je nach Sicherheitsbedürfnis, bietet der Handel zertifizierte Fenstersicherungen mit Einzel- oder Doppelriegel. Diese Sicherungen gibt es sowohl für die Griff- wie auch für die Scharnierseite. Wenn diese Sicherungen über gleichschließende Schlösser verfügen, erhöht dies nochmals den Komfort. Zusatzsicherungen gibt es für Holz- und Aluminiumfenster sowie natürlich für Fenster mit Kunststoffrahmen. Auch bei Hebe- und Schiebetüren zu Balkon und Terrasse oder bei Dachfenstern lässt sich leicht mit Nachrüstsicherungen der Einbruchschutz erhöhen.

Finanzielle Zuschüsse

Übrigens sieht das aktuelle staatliche Förderprogramm finanzielle Zuschüsse zur Nachrüstung einbruchhemmender Produkte vor. Dies gilt gleichermaßen für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Wohnungen, aber auch für Mieter, Eigentümergemeinschaften sowie Wohnungsunternehmen und -genossenschaften.

Gerne gibt der Verband Wohneigentum NRW e.V. weitere wertvolle Tipps zu allen Aspekten rund um das Thema Wohnen. Eine E-Mail an presse@wohneigentum.nrw genügt.


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