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Mit Wärmebildern Schwachstellen ermitteln

Thermobild
Warme Bereiche in den Farbtönen hellgelb bis rot zeigen, es sind Wärmebrücken vorhanden.

08. Dezember 2015 – Wärmebilder zeigen anhand von unterschiedlichen Farben Schwachstellen am Haus und damit notwendige energetische Sanierungsmaßnahmen. Die Verbraucherzentralen bieten solche Thermografien aktuell im Rahmen von Energieberatungen an. Der Verband Wohneigentum NRW e.V. unterstützt diese Kampagne.

Die Verbraucherzentrale NRW weist aktuell darauf hin, dass Hauseigentümer, die ihren Heizenergieverbrauch senken wollen, auch über das Anfertigen von Thermografieaufnahmen nachdenken sollten. Mit Wärmebildern lassen sich leicht mögliche Schwachstellen und damit energetische Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sichtbar machen. Der Zeitpunkt der Kampagne ist gut gewählt, denn aussagekräftige Wärmebilder können nur während der Heizperiode gemacht werden, wenn die Außentemperatur möglichst unter 5 Grad liegt. Die Aufnahmen sollten dabei möglichst in den frühen Morgenstunden oder spätabends entstehen. Der Verband Wohneigentum NRW e. V. unterstützt diese Kampagne - denn lassen sich mit den Bildern nur unzureichend gedämmten Stellen des Hauses sichtbar machen, kann man leicht gegensteuern und kostbare Heizenergie einsparen.

Farbliche Darstellungen richtig deuten

Wärmebildkameras arbeiten mit Infrarottechnik. Dabei stellen sie die Oberflächentemperaturen von Gegenständen im Bild farblich dar. Bei nicht ausreichend gedämmten Gebäuden sind die warmen Bereiche in den Farbtönen hellgelb bis rot sichtbar. Das bedeutet: An diesen Stellen findet eine erhöhte Wärmeabstrahlung statt bzw. es sind Wärmebrücken vorhanden. Kühlere Bereiche eines Gebäudes erscheinen immer in den Farbtönen blau bis violett. Diese Zonen sind gut isoliert und es gibt kaum Wärmeverluste.

Schwachstellen an einem Gebäude sind meist nicht sachgemäß gedämmte Heizkörpernischen, Rollladenkästen, Erker oder angebaute Wintergärten. Doch auch eine durchfeuchtete Dämmung oder Undichtigkeiten an Fenstern und Türen führen zu Wärmeverlusten. Solche energetischen Schwachstellen werden dann auf einem Wärmebild sichtbar.

Grenzen der Technik

Aber die Thermografie hat auch ihre Grenzen, denn mit einem Wärmebild lassen sich nur be-dingt Aussagen über die Gesamtwärmeverluste eines Hauses machen. So gibt es an jedem Gebäude Bauteile, die sich im Wärmebild nur schlecht oder gar nicht darstellen lassen. Auch Materialien wie beispielsweise Glas oder Metall können das Bild verfälschen, da sie Wärmestrahlen aus der Umgebung reflektieren. Ebenso sind Undichtigkeiten bei hinterlüfteten Fassaden nur schwer im Wärmebild darstellbar.

Richtige Vorbereitung ist wichtig

Um möglichst realistische Ergebnisse zu erzielen, sollte das abzulichtende Gebäude in jedem Fall gleichmäßig beheizt werden. Fenster und Außentüren gilt es zu schließen und die Rollläden hochzufahren. Die Differenz zwischen der Innen- und Außentemperatur sollte mindestens 10 bis 15 Grad betragen. Auch sollten Wärmebilder nicht bei Nebel oder bei starkem Regen und Schneefall erstellt werden.

„Bei Thermografieaufnahmen sind einige Dinge unbedingt zu beachten. Wir raten daher, immer einen versierten Energieberater hinzuzuziehen und nicht auf vermeintliche Sonderangebote zu vertrauen. So bietet beispielsweise die Verbraucherzentrale NRW derzeit in vielen Städten und Kommunen in NRW ein Winterpaket an: Eine Kombination aus Wärmebildern und der „Energieberatung bei Ihnen zu Hause“. Darüber hinaus gibt auch der Verband Wohneigentum entsprechende Tipps, wie Hauseigentümer seriöse und kompetente Fachleute finden können“, empfiehlt Hans-Michael Schiller, der 1. Vorsitzende des Verband Wohneigentum NRW e.V.

Gerne gibt der Verband Wohneigentum NRW e.V. weitere wertvolle Tipps zu allen Aspekten rund ums Haus und Garten. Eine E-Mail an info@wohneigentum.nrw genügt.


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