Jakobs-Kreuzkraut im Garten

Was tun, wenn sich das Jakobs-Kreuzkraut im eigenen Garten breit macht? Im Gegensatz zu Pflanzen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind ist das Jakobs-Kreuzkraut heimisch.

Blüten vom Jakobs-Kreuzkraut  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Jakobs-Kreuzkraut Blüte mit Zungenblüten (roter Pfeil) und Röhrenblüten (blauer Pfeil)  

Ökologie

Das Jakobs-Kreuzkraut ist eine Nektar- und Pollenpflanze. Deshalb wird es zu den Bienenweiden gezählt. Eine unkontrollierte und übermäßige Ausbreitung sollte vermieden werden. Diese geschieht oft durch Fahrtwinde oder landwirtschaftliche Maschinen. Berücksichtigen Sie, dass diese heimische Pflanze wichtig für den Jakobskrautbär, einen Schmetterling, ist. Eine Ausrottung des Jakobs-Kreuzkrauts darf daher nicht stattfinden!

Bekämpfung im Garten

Im Hausgarten ist das Ausgraben vor der Blüte die sinnvollste Bekämpfungsmaßnahme. Dabei sollten Sie die Pflanze mit der Grabegabel, inklusive der Wurzel, entfernen. Bei der Arbeit mit der Grabegabel ist die Gefahr geringer Wurzelstücke abzustechen, die dann im Boden verbleiben. Solche Wurzelstücke können wieder austreiben! Die sicherste Möglichkeit einzelne Pflanzen zu entsorgen ist über den Hausmüll.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass unbedeckte Hautpartien nicht mit der giftigen Pflanze in Kontakt kommen. Handschuhe verwenden!

Ausbreitung vorbeugen

Um einer Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrauts und anderen unerwünschten Pflanzen vorzubeugen, sollten Pflanzungen und Ansaaten richtig angelegt werden. Die Ansprüche der verwendeten Pflanzenarten, vor allem an Licht und Boden, müssen stimmen. Nur so funktioniert die Pflanzung oder die Aussaat so gut, dass die Bodenfläche geschlossen werden kann. Dadurch wird den Samen von Lichtkeimern, wie dem Jakobs-Kreuzkraut und anderen unerwünschten Pflanzen, die Keimung erschwert.

Steckbrief

  • Botanischer Name:Senecio jacobaea
  • Offizieller deutscher Name: Jakobs-Greiskraut
  • Synonym: Jakobs-Kreuzkraut (JKK); das Synonym dieser Pflanze wird im Volksmund am meisten verwendet; die Abkürzung JKK häufig in Texten
  • Familie: Asteraceae (Korbblütler)
  • Heimat: Europa, Teile Asiens, NO-Africa
  • Vorkommen: Brachflächen, Wegränder, oft an Autobahnen, Grünflächen wie Weiden, Gärten.
  • Standort: Sonne
  • Boden: humose, sandige Lehmböden
  • Wuchs: wächst aufrecht und wir bis etwa 100 cm, einige Exemplare bis 130 cm hoch.
  • Blatt: fiederblättrig
  • Blüte: Doldentraube, gelb, Juni bis September, an voll entwickelten, unbeschädigten Blüten sind 13 Zungenblüten vorhanden (siehe Bild).
  • Samenbildung: findet ab August statt
  • Vermehrung: Aussaat
  • Lebensdauer: zweijährig bis ausdauernd, je nach Bekämpfung bzw. Behandlung. Wird die Blüte dauerhaft unterdrückt (z.B. durch Abmähen), geht die Pflanze in einen ausdauernden Zustand über.
  • Giftpflanze: Die Pflanze ist giftig und enthält Pyrrolizidin-Alkaloide.
  • Bekanntestes Insekt am Jakobs-Kreuzkraut: Jakobskrautbär (Tyria jacobaeae), einen Schmetterling