Geschichte des Verband Wohneigentum

Über 100 Jahre im Dienst der Wohneigentümer

Die Ursprünge des Verband Wohneigentum reichen bis in das Jahr 1919. Die Schaffung des Siedelns für Kriegsteilnehmer und deren Hinterbliebene war das ursprüngliche Ziel des Verbandes. Heute ist der Verband Wohneigentum der bundesweit größte gemeinnützige Verband für private Wohneigentümer. 

Seitenansicht der Geschäftsstelle Verband Wohneigentum NRW e.V.
© Verband Wohneigentum NRW e.V.

Der Verband Wohneigentum im Lauf der Zeit:

2015
Ergänzung des Beratungsangebots um Bau- und Energieberatung.

2011
Zusammenschluss der drei Regionalverbände in NRW zum Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V. Damit ist der Landesverband NRW mit über 135.000 Mitgliedern die größte Untergliederung im Verband Wohneigentum e.V..

2007
Auf der Bundesversammlung wird der Verbandszweck deutlicher als bisher herausgestellt: Der Verband wirkt sowohl durch seine Leistungsangebote als auch durch die politische Arbeit bezüglich relevanter Gesetze und Verordnungen als Verbraucherschutz-Verband.

2005
Der Deutsche Siedlerbund e.V. wird in Verband Wohneigentum e.V. umbenannt.

2003
Richtfest des neuen Dienstgebäudes am Himpendahlweg in Dortmund.

2002
Spatenstich zum Erweiterungsneubau „Haus der Siedler“. Schaffung zusätzlicher Büroräume und mehrerer Seminarräume für Veranstaltungen.

2001
Ein Grundsatzprogramm wird beschlossen. Wesentlich ist das Bekenntnis zur sozialen Dimension des Wohneigentums.

Ab 2000
Fokussierung auf die Themen Stadtentwicklung, familiengerechtes Wohnen und Wohneigentum als Säule der Altersvorsorge.

1995
Der Satzungstext wird den modernen Gegebenheiten angepasst: Der Deutsche Siedlerbund fördert seitdem nicht mehr die „Kleinsiedlung“, sondern das „selbstgenutzte Wohneigentum“. Das heißt, er fördert Wohneigentümer und an Wohneigentum Interessierte.

1990/91
Die Siedlerbünde und Gemeinschaften der neuen Bundesländer schließen sich dem Deutschen Siedlerbund e. V. (Gesamtverband für Haus- und Wohneigentum) an.

70-er Jahre
Ziel: Stärkung von Vermögensbildung und Verbesserung der Wohnqualität.

1969
50-jähriges Bestehen

1959
Gründung des Verband der Kleingärtner, Kleinsiedler und Kleintierzüchter in Leipzig. In ihm schließen sich die Siedlergemeinschaften der DDR nach Integration im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund zusammen. Ziel der „Siedlersparte“ im Osten: Produktion von Gartenfrüchten und Zucht von Kleintieren für die Selbstversorgung und zur Versorgung der Bevölkerung.  
Satzungszweck des Siedlerbundes im Westen: Förderung des Kleinsiedlungswesens, Schaffung von Wohneigentum für jedermann.

1956
Beitritt der letzten westdeutschen Siedlerbünde, unter ihnen auch der 1950 gegründete saarländische Siedlerbund.

1952
Die Mitgliederversammlung der selbständigen Siedlerbünde von neun Bundesländern schließt sich dem Ersten Deutscher Siedlertag an. Gründung des Deutschen Siedlerbunds als „Gesamtverband deutscher Siedlerbünde“.

50-er Jahre
Der wohnungspolitische Schwerpunkt der bundesrepublikanischen Regierung lag in der Wohnbauförderung.

Ab 1949
Meinungsverschiedenheiten darüber, was Siedlungsarchitektur in der neu gegründeten BRD bewirken sollte und wie geeignete siedlungspolitische Gesamtkonzepte gerade in Verdichtungsregionen aussehen sollten.  
Frage: In welcher Wohnform sind Forderungen der Familienpolitik am besten zu verwirklichen? Klare Antwort: im eigenen Heim mit Garten. An der Priorität des Eigenheims hat sich nichts geändert. Es ist am besten dazu geeignet, die individuellen Bedürfnisse der Familie zu erfüllen und ungestörte Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten.

Nach 1945
Erkenntnis: Die Kleinsiedlung kann ihr Ziel nur erreichen, wenn die Siedler in einer Selbsthilfe- und Selbstverwaltungsorganisation zusammengeschlossen sind und durch sie beraten und betreut werden. Anforderungen der Familienpolitik bestimmen in der Nachkriegszeit wesentlich die Wohnungspolitik mit.

1935
Anerkennung des Deutschen Siedlerbunds e.V. als einzige Organisation der deutschen Kleinsiedler mit dem Auftrag der Betreuung und Wirtschaftsberatung der Kleinsiedler.

1934
Der 1933 gegründete „Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschland e.V. mit Sitz Berlin“ wird vom Reichsheimstättenamt als einzige Organisation der Kleingärtner- und Kleinsiedlerbewegung anerkannt.

1933
Die Vereinsbezeichnung „Deutscher Siedlerbund e.V.” erscheint zum ersten Mal.
Ziel: Förderung der Siedlungsbestrebungen und Zusammenschluss aller Kleinsiedler.

1931
Mit der Dritten Notverordnung wurde auf die Notlagen nach der Weltwirtschaftskrise reagiert und die Grundlage für die „vorstädtische Kleinsiedlung“ geschaffen. Anwärter auf Kleinsiedlerstellen mussten Auflagen erfüllen. Vorrangig war das Land zur Selbstversorgung gedacht: Anbau von Obst und Gemüse und Kleintierhaltung waren Pflicht. Hierbei benötigten die betroffenen Siedler Unterstützung beim Hausbau in Gruppenselbsthilfe und fachliche Beratung bei der Bewirtschaftung der Gärten. Typisch für die damalige Zeit entstanden Siedlergemeinschaften als Selbsthilfevereine.

1923
Umbenennung: Allgemeiner Sächsischer Siedlerverband e.V. Sitz Dresden.

1919
Gründung „Freie Arbeitsgemeinschaft für Kriegersiedlungen e.V. Sitz Dresden“
Ziel: Möglichkeit des Siedelns für Kriegsteilnehmer und deren Hinterbliebene schaffen.