Fotowettbewerb Klimafitter Vorgarten Fünf Vorgärten aus ganz NRW ausgezeichnet – Gartengutscheine über insgesamt 5.000 Euro

Im Rahmen des Fotowettbewerbs „Klimafitter Vorgarten NRW 2026", veranstaltet vom Verband Wohneigentum NRW e. V., dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW) sowie dem Landesverband der Gartenbauvereine NRW e. V., stehen nun die glücklichen Gewinner fest. Dabei vergeben die Verbände Wertgutscheine über 5.000 Euro für mehr Grün und Artenvielfalt vor der Haustür.

Vorgarten von Renate Kühte aus Coesfeld  © Renate Kühte
 

Vom 1. April bis 1. August 2026 konnten Privatgartenbesitzer in ganz Nordrhein-Westfalen Fotos ihrer Vorgärten einsenden. Zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für eine landschaftsgärtnerische Dienstleistung im Wert von 1.000 Euro. Aus allen Einsendungen wählte eine Fachjury die fünf Gewinnervorgärten aus.

Ein Aufruf zur Begrünung

In vielen Wohngebieten sieht man immer mehr versiegelte und graue Vorgartenflächen. Diese „Schotterwüsten" verhindern das Versickern von Regenwasser, heizen sich im Sommer stark auf und bieten Tieren wie Pflanzen kaum Lebensraum. Mit dem Fotowettbewerb „Klimafitter Vorgarten NRW 2026" wollen die Verbände Gartenbesitzer ermutigen, ihre Flächen lebendig zu gestalten.

Die Gewinner und ihre Vorgärten

Sabine Beumling, Borken

Gewinnergarten von Sabine Beumling beim Fotowettbewerb 2026© Sabine Beumling

Wo früher Rasen, Wildwuchs und Gestrüpp das Bild bestimmten, gibt es heute ein buntes Blumenmeer. „Da wir das Haus kernsaniert haben, um selbst dort einzuziehen, wollten wir auch einen Garten schaffen, in dem wir uns wohlfühlen", so Beumling. Gemeinsam mit einem Fachbetrieb entstand ein Vorgarten mit heimischen Pflanzen und einer bunten Mischung insektenfreundlicher Stauden und Gehölze, der vielen Passantinnen und Passanten auffällt.

Thorsten Brämer, Köln

Bepflanzter Vorgarten mit Sträuchern und Stauden.© Verband Wohneigentum NRW e.V.

Der Vorgarten war einst vollständig gepflastert; ein erster Versuch mit Schotter scheiterte. Heute wächst hier eine Vielfalt aus heimischen Pflanzen und Wildpflanzen, ergänzt um Lavendel und Sommerflieder, die von früh bis spät im Jahr Nahrung für Insekten bieten. Ein Schild bringt Brämers Anliegen auf den Punkt: „Dies ist kein ungepflegter Garten, sondern ein Futterparadies für Wildbienen."

Ehepaar Hagenhoff, Tecklenburg

Gewinnergarten von Katja Hagenhoff beim Fotowettbewerb 2026© Katja Hagenhoff

Aus einer vollsonnigen Rasenfläche mit alten Formgehölzen wurde eine artenreiche Staudenpflanzung. Ein Fachbetrieb aus dem  Garten- und Landschaftsbau kombinierte die vorhandenen Eiben mit trockenheitsverträglichen Stauden und Gräsern. Weil die Stauden den Boden beschatten, ist selbst an diesem Standort keine zusätzliche Bewässerung nötig.

Monika Lüken, Herzebrock-Clarholz

Gewinnergarten von Monika Lueke beim Fotowettbewerb 2026© Monika Lueke

Auf nur rund 20 bis 30 Quadratmetern hat die gelernte Floristin und Gartenbau-Ingenieurin einen Vorgarten geschaffen, den sie selbst geplant und bepflanzt hat und pflegt. Hochstammrosen, Lavendel, Katzenminze, Salbei und Gräser bilden ein blau-rosa-weißes Farbenspiel. Für den vollsonnigen, trockenen Standort wählte sie gezielt trockenheitsverträgliche Stauden – gegossen wurde im gesamten Sommer 2026 nur ein einziges Mal. „Meinen Vorgarten zu pflegen ist für mich keine Arbeit, sondern Entspannung pur", sagt Lüken.

Franz Wortmann, Gelsenkirchen

Blick aus dem ersten Stock auf einen bepflanzten Vorgarten und eine Dachbegrünung auf einer Garage.© Franz Wortmann

Wo einst eine fünf Meter hohe Lebensbaumhecke das Grundstück umschloss, wächst heute auf rund 120 Quadratmetern eine artenreiche Fläche. Wortmann setzt bewusst auf Rosen mit offenen Blüten, weil sie insektenfreundlicher sind – und auf wasserdurchlässige Kieswege statt versiegelter Flächen. „Da summt und brummt es", berichtet er – an seinen Trinkplätzen sind auch Vögel, Eichhörnchen und ein Igel zu Gast.

Ein Zeichen gegen die „Verschotterung"

Die zunehmende Verschotterung in Vorgärten ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern hat spürbare ökologische Folgen. Mit dem Fotowettbewerb „Klimafitter Vorgarten NRW 2026" wollen die Veranstalter Gartenbesitzer ermutigen, ihre Flächen lebendig zu gestalten. Die Gewinnergärten sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schön und vielfältig ein begrünter Vorgarten sein kann.