Dieser Sommer könnte der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland werden. Bei so viel Sonne müssen wir in unserem Newsletter natürlich auf das Thema Photovoltaik zu sprechen kommen. Denn letzte Woche hat die Bundesregierung Nägel mit Köpfen gemacht: Sie will die Förderung für private PV-Anlagen ab 2027 tatsächlich streichen.
Aus Sicht des Verband Wohneigentum wäre dieser Schritt fatal, wie unser Bundesverband in einer Stellungnahme auf den Punkt bringt. Immerhin: Für Strom, der aus neuen PV-Anlagen ins Netz eingespeist wird, soll es eine Übergangszahlung geben. Spätestens ab 2030 müssen Betreiber privater Anlagen ihren überschüssigen Strom jedoch über die Direktvermarktung an der Börse verkaufen.
Das Problem: Auch mit der Übergangszahlung wird die Investition in eine Solaranlage schwer kalkulierbar. Außerdem gibt es derzeit keine Anbieter, die praktikable Alternativen zur bisherigen Einspeisevergütung anbieten. Unser Artikel zum Stand des Energy Sharings in NRW zeigt das leider sehr deutlich.
Besonders problematisch ist jedoch, dass die Bundesregierung mit diesem Schritt die finanzielle Hürde für den Einstieg in die private Energiewende erhöht. Das trifft vor allem diejenigen, die nicht über große finanzielle Rücklagen verfügen. Und nicht zuletzt sorgt diese widersprüchliche Politik für Frust: Auf der einen Seite führen viele Bundesländer wie NRW und zuletzt auch die Bundesregierung selbst eine Solarpflicht ein. Auf der anderen Seite verschlechtert sie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für alle, die diese Pflicht umsetzen sollen.
Trotzdem wollen wir Ihre Motivation nicht bremsen. In unserem Newsletter zeigen wir, wie Sie mit der Kombination aus Dachbegrünung und Solaranlage Ihr Zuhause gleichzeitig vor Hitze schützen und dennoch von der Kraft der Sonne profitieren können.
Viele Grüße
Andreas Kröner und Jan Koch
Geschäftsführer
Ausgabe 17/2026
Versanddatum: 06.08.2026