Herbstlaub kompostieren

Um Falllaub als wertvolle Nährstoff- und Humusquelle nutzen zu können, kann es entweder direkt auf der Gartenfläche oder im Komposter verrottet werden.

Person füllt Herbstlaub in eine Schubkarre  © sauletas – stock.adobe.com
Aus anfallenden organischen Materialien kann ein Kompost erstellt werden  

C:N-Verhältnis entscheidend bei Kompostierung

In beiden Fällen wird die Rotte beschleunigt, wenn man das C:N-Verhältnis (Kohlenstoff:Stickstoff-Verhältnis) optimiert. Das kann man erreichen durch eine sogenannte Blattfallspritzung mit Harnstoff oder bei abgefallenem Laub durch eine Behandlung mit stickstoffhaltigen Substanzen wie Harnstoff, Hornmehl oder Blutmehl.

Einsatz von Harnstoff

Zur Blattfallspritzung und zur Behandlung des Falllaubes zum Kompostieren auf der Fläche oder im Kompostsilo benötigt man auf 10 Liter Wasser 400 bis 500 Gramm Harnstoff. (Harnstoff in heißem Wasser vorlösen und dann mit kaltem Wasser auffüllen!)

Einsatz von Hornmehl

Bei der Verwendung von Horn- oder Blutmehl rechnet man 2,5 bis 3 kg pro m³ lose geschüttetem Laub. Das Laub sollte beim Einpudern mit diesen Düngern leicht feucht und locker, aber nicht zusammengepappt sein. So erreicht man eine bessere Verteilung und gute Haftung des Düngers an den Blättern.

Anmerkung: Geschreddertes Laub verrottet leichter und setzt sich bei Nässe nicht so stark zusammen.