Wasserschosse entfernen – Juniriss an Obstbäumen

Beim Juniriss, auch Sommerriss genannt, werden unverholzte (krautige) Triebe von Obstbäumen ausgerissen. Diese Triebe werden oft auch als Wasserschosse oder Wassertriebe bezeichnet.

Finger der auf einen Wasserschoss zeigt.  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Unverholzter Trieb der aus mehrjährigem Holz entspringt. 

Warum Wasserschosse durch Juniriss entfernen?

  • Die Pflanzen werden durch die Reduzierung der Assimilationsleistung gebremst.
  • An den entstehenden Wunden erfolgt kein Neuaustrieb – schlafende Knospen des Astrings werden mit entfernt.
  • Pflanzen werden besser durchlüftet – Reduzierung der Pilzinfektionsgefahr.
  • Bessere Belichtung von Trieben, Blättern und Früchten.
  • Gute Wundheilung.

Vorteile Juniriss

  • Der Juniriss ist bei starker Neutriebbildung z.B. durch falschen Schnitt zu empfehlen.
  • Die Gefahr der Übertragung von viralen-, bakteriellen- oder pilzlichen Erkrankungen  durch Schnittwerkzeuge entfällt.
  • Die Arbeit kann kombiniert werden mit einer eventuellen Fruchtausdünnung und dem Auflesen von Früchten durch den Junifruchtfall.

Bis wann kann der Juniriss durchgeführt werden?

Je nach klimatischer Lage und der Größe der Triebe ist das Ausreißen bis etwa Mitte Juli durchführbar.
Wenn die Triebe aber stärker verholzt sind, ist ein Ausreißen nur noch schwer ausführbar. In diesem Fall ist es sinnvoll, mit einer scharfen Schere zu arbeiten und den Trieb (ausnahmsweise) mitAstring abzuschneiden.