Herbstlaub ist Gold wert! Der Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V. gibt hilfreiche Tipps zum Umgang mit dem Fall-Laub!

Der Herbst zaubert Farbe in unsere Gärten. Die Blätter leuchten in den schönsten Farben – mal gold, mal gelb oder rot. Doch wenn das Herbstlaub fällt, geraten viele Gartenbesitzer in Stress. Das muss aber nicht so sein: Philippe Dahlmann ist Gartenberater und YouTuber beim Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V. und gibt wichtige Hinweise rund um die herabfallenden Blätter.

Laub wird zusammen gefegt  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Stärkere Laubschichten auf Rasenflächen sollten entfernt werden. 

Herbstlaub ist Überwinterungsquartier und Nahrungsquelle!

Herbstlaub ist Nahrung für zahlreiche Mikroorganismen im Boden. Das Bodenleben sorgt dafür, dass im nächsten Frühjahr wieder ausreichend Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Laubschicht im Winterhalbjahr ein wichtiges Überwinterungsquartier für nützliche Insekten. Wenn sie fehlt, können sich Blattläuse und andere Schädlinge im Frühjahr prächtig entwickeln. Das Insektenleben in der Laubschicht ist sogar so üppig, dass dort auch Vögel reichlich Nahrung finden.

Wo sollte das Laub auf jeden Fall liegen bleiben?

Im Bereich von Bäumen und Sträuchern, abgeernteten Beeten, Sommerblumen- und Staudenbeeten sollte das Laub liegen bleiben. Für viele Blütenstauden ist die Laubschicht der beste Winterschutz, sofern diese nicht zu dick ist. Überschüssige Laubmengen sollten dem Kompost zugeführt werden.

Wo sollte Herbstlaub auf keinen Fall liegenbleiben?

Auf Rasenflächen sollte kein Laub liegen bleiben. Der immergrüne Rasen ist auch im Winterhalbjahr auf ausreichend Licht angewiesen. Die ersten fallenden Blätter im Herbst können noch gut mit dem Rasenmäher zerkleinert, gesammelt und kompostiert werden. Sobald sich aber stärkere Laubschichten bilden, ist das Laub von der Fläche zu entfernen. Günstige Zeiten für diese Arbeit sind Tage nach einer windreichen Phase. Auch auf Wegen sollten die Blätter entfernt werden, denn hier kann eine rutschige Schicht entstehen. Auf dem Rasen und Wegeflächen gesammeltes Laub ist ein hervorragender Grundstoff für den Kompost. In jedem Fall sollte der kostbare Rohstoff im Garten verbleiben.

Die Geldquelle – Herbstlaub

Herbstlaub liefert nicht nur wertvolle Humusstoffe für einen gesunden Boden, sondern sorgt auch für eine gute Bodenstruktur, die die Auswaschung von Nährstoffen reduziert. Es bringt Nährstoffe zurück, die dem Boden durch Kulturpflanzen entzogen wurden. Wenn das Laub als Mulchschicht oder auf dem Kompost im Garten bleibt, entsteht ein Nährstoffkreislauf, wie er in der Natur vorhanden ist. Das spart teuren Dünger und teure Bodenverbesserungsprodukte!