Regelmäßige Heizungswartung spart Energie und Kosten

Die Heizungswartung wird schnell vergessen. Dabei beugt sie hohen Kosten vor und schützt vor einem Ausfall im Winter. Wer es in der kalten Jahreszeit warm haben möchte, sollte daher seine Heizung regelmäßig vom Fachmann warten lassen. Doch wie oft sollte eine Heizung überprüft werden, welche Kosten kommen auf Sie zu und was gilt es zu beachten?

Monteur repariert Heizungsbrenner  © rupbilder – stock.adobe.com
Viele Reparaturen können durch regelmäßige Heizungswartung vermeiden werden. 

Wenn der Winter vor der Tür steht und draußen die Temperaturen sinken, mag man es drinnen am liebsten muckelig warm. Aber egal ob Wärmepumpe, Gas-, Öl- oder Pelletheizung: Damit im Winter die heimische Wärmequelle nicht ausfällt, ist es wichtig, die Heizungsanlage regelmäßig warten und reinigen zu lassen. Tatsächlich ist die Wartung der Heizungsanlage sogar gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings schreibt das Gebäudeenergiegesetz nicht vor, wie oft die Überprüfung und Reinigung der Heizung gesehen muss. Genauso wenig wird diese Vorschrift kontrolliert. Trotzdem sollte man bestimmte Wartungs- und Reinigungsintervalle einhalten. Denn bei der Garantie der Heizungshersteller sieht es anders aus.

Wie oft sollte ich meine Heizung warten?

Um den Garantieanspruch nicht zu verlieren, sollte die Heizungsanlage mindestens einmal im Jahr gewartet werden. Auch nach Ablauf der Garantie ist die regelmäßige Kontrolle unverzichtbar. Denn nur so kann man sicherstellen, dass die Anlage so effizient wie möglich funktioniert. Der so eingesparte Energieverbrauch hilft dann nicht nur dem Klima, sondern schont gleichzeitig den Geldbeutel. Auch Verschleiß kann bei der Wartung frühzeitig erkannt und größeren Schäden vorgebeugt werden.

Was kostet eine Heizungswartung?

Die Kosten für eine jährliche Wartung der Heizung in einem Einfamilienhaus liegen im Schnitt bei rund 160 Euro. Grundsätzlich hängen die Preise vom jeweiligen Fachbetrieb sowie der regionalen Lage und dem Anlagentyp ab. Die durchschnittlichen Wartungskosten sind bei der Gasheizung (130 Euro) und Wärmepumpe (140 Euro) meist am günstigsten. Etwas teurer wird es bei der Ölheizung (160 Euro) und am teuersten bei der Pelletheizung (215 Euro). Bei letzterer sind zudem umfangreichere Reinigungsarbeiten notwendig, wie etwa die Schornsteinreinigung. Unabhängig von der Heizungsart kann es teurer werden, wenn Ersatzteile beschafft und ausgetauscht werden müssen.

Wie kann ich Wartungskosten senken?

Die meisten Eigentümer lassen ihre Heizungsanlage von dem Betrieb warten, der sie auch installiert hat. Das hat meist gute Gründe, denn der Betrieb kennt die Anlage besonders gut. Allerdings sollte man sich dennoch Vergleichsangebote von anderen Handwerksunternehmen einholen. Zusätzlich kann ein Wartungsvertrag helfen, die jährlichen Kosten noch etwas zu senken. Wenn der Handwerker Planungssicherheit hat, lässt er sich vielleicht auf etwas Rabatt ein. Aber auch hier lohnt es sich, Angebote zu vergleichen und die Bedingungen des Wartungsvertrags genau zu überprüfen.

Kann man die Heizungswartung von der Steuer absetzen?

Die Kosten für die Heizungswartung lassen sich zudem teilweise von der Steuer absetzen. Bis zu 20 Prozent der Lohnkosten und maximal 1200 Euro pro Jahr sind abzugsfähig. Kosten für das Material können jedoch nicht abgesetzt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Rechnung des Fachbetriebs Material- und Lohnkosten getrennt ausweist.

Sind Wartungskosten umlagefähig?

Als Vermieter lassen sich die Wartungskosten im Rahmen der Heizkostenabrechnung auf die Mietparteien umlegen. Die Kosten für eine Reparatur der Heizung muss allerdings vom Eigentümer übernommen werden. Schlüsseln Sie die Handwerkerleistungen als „Aufwände für haushaltsnahe Dienstleistungen“ in der Nebenkostenabrechnung auf. Mieter können diese Kosten dann ebenfalls steuerlich geltend machen.