Solarstrom vom Ost-West-Dach

Ein Hausdach mit einer Ost-West-Ausrichtung ist für eine Photovoltaikanlage bestens geeignet. Der selbst produzierte Strom steht über einen längeren Zeitraum zur Verfügung, der Eigenverbrauch steigt. So können Sie in einem Einfamilienhaus bis zu 30 Prozent Stromkosten sparen.

Haus mit Photovoltaikanlage auf mehreren Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung  © slavun – stock.adobe.com
Durch Nutzung des eigenen Solarstroms lassen sich in Einfamilienhäusern durchschnittlich etwa 30 Prozent der Strombezugskosten einsparen. 

Besitzer von deutschlandweit über zwei Millionen Photovoltaik-Anlagen nutzen die Vorteile des selbst erzeugten Sonnenstroms. 2020 haben alle Solarstromanlagen in Deutschland zusammen rund zehn Prozent des bei uns verbrauchten Stroms erzeugt. Schätzungen gehen davon aus, dass bisher trotzdem nur rund jedes zehnte geeignete Dach genutzt wird. Photovoltaik-Anlagen haben dabei nicht nur einen ökologischen Nutzen. Sie sind zudem eine interessante Geldanlage, die sich in einem Bereich von zwei bis sechs Prozent verzinst.

Die richtige Ausrichtung von Solaranlagen

Kommt man mit Dachbesitzern ins Gespräch, hört man oft: „Ich würde ja gerne, aber mein Dach zeigt nicht in Richtung Süden“, so Peter Modrei, Vorstandsmitglied beim Landesverband NRW der Deutschen Gesellschaft für Sonnenergie (DGS). Man kann dann eigentlich nur gratulieren, denn ein Ost-West-Dach ist sogar besser geeignet als ein Süd-Dach.

Diese Aussage galt in dieser Form nicht immer: Als die ersten Photovoltaikanlagen vor etwa 30 Jahren errichtet wurden, waren die Komponenten noch sehr teuer. Man versuchte deshalb, jede mögliche solare Kilowattstunde aus der Anlage herauszuholen, indem stets die ideale Ausrichtung nach Süden gesucht wurde. Um die hohen Anschaffungskosten zu kompensieren, wurde der erzeugte Solarstrom entsprechend hoch vergütet und fast immer komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Durch den technischen Fortschritt und die massenhafte Fertigung ist die Solartechnologie inzwischen so effizient und preiswert, dass man hierzulande Strom auf Dachanlagen zu etwa 8 Cent pro Kilowattstunde produzieren kann. Diesen Preis bekommt ein Anlagenbetreiber zurzeit in etwa, wenn er den Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeist, weil er ihn in seinem Haushalt gerade nicht selbst verbrauchen kann.

Eigenverbrauch kann bis zu 30 Prozent Stromkosten einsparen

Da private Haushalte ihren Strom zu einem Preis von ca. 30 Cent pro kWh beziehen, ist es wirtschaftlich sinnvoller, den selbst produzierten Solarstrom vorrangig selbst zu verbrauchen. Durch Nutzung des eigenen Solarstroms (Eigenverbrauch) lassen sich in Einfamilienhäusern durchschnittlich etwa 30 Prozent der Strombezugskosten einsparen.

Vorteil einer Ost-West-Anlage

Eine Ost-West-Anlage produziert im Vergleich mit einer Süd-Anlage insgesamt zwar etwas weniger Solarstrom, aber sie verteilt die Stromproduktion über den Tag deutlich gleichmäßiger. Mit einer Ost-West-Anordnung kann man häufig bereits zum Frühstück, aber auch noch beim Abendessen, den Solarstrom vom eigenen Dach nutzen. Damit erhöht sich der Anteil des selbstverbrauchten Stroms, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert.

Unser Strombedarf wird in Zukunft weiter steigen

Bei Ost-West-Anlagen auf Giebeldächern steht außerdem im Vergleich zu Süd-Anlagen etwa das Doppelte an Dachfläche zur Verfügung.  „Und wir benötigen möglichst große Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen für unseren zukünftig weiterhin wachsenden Strombedarf“, sagt Peter Modrei voraus. Elektroautos und Wärmepumpen sind nur zwei der Zukunftstechnologien, die zusätzlichen Strom benötigen. Dieser Mehrbedarf sollte bei Wohngebäuden idealerweise über die eigene Photovoltaik-Anlage erzeugt werden.

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Quelle: Peter Modrei, DGS NRW