Gemeinschaft Benedikt Herbern bringt Nachbarn seit 50 Jahren zusammen

Die Gemeinschaft Benedikt Herbern bringt die Nachbarschaft in Ascheberg zusammen und feiert in diesem Jahr ein großes Jubiläum. Die Ehrenamtlichen organisieren viele Aktivitäten für die Mitglieder.

In einer Werkstatt arbeiten drei Männer an einem Stahlfass mit einem Flex-Winkelschleifer  © Gemeinschaft Benedikt Herbern/Verband Wohneigentum NRW
Bei der Weihnachtswerkstatt der Gemeinschaft wurden beheizbare Stehtische aus alten Metallfässern gefertigt. 

„Ich bin ein Kind des Ehrenamtes“, sagt Joachim „Acki“ Trittschack, 2. Vorsitzender der Gemeinschaft Benedikt Herbern aus Ascheberg im südlichen Münsterland. Auch dank seines Engagements ist die Gemeinschaft in den letzten knapp 20 Jahren aufgeblüht und heute mit über 1.500 Mitgliedern in gut 750 Mitgliedsfamilien zum größten Verein im Ort gewachsen.

Vor genau 50 Jahren haben sich Eigenheimbesitzer im Ortsteil Herbern zusammengeschlossen und ihre eigene Gemeinschaft gegründet. „Da die meisten der Gründungsmitglieder in der Benediktstraße in Herbern wohnten, haben Sie daraus den Namen Benedikt Herbern abgeleitet“, erklärt Acki Trittschack.

Mit großer Leidenschaft organisieren der Pensionär und seine Vorstandskollegen jedes Jahr ein buntes und vielseitiges Jahresprogramm. „Wir ruhen uns nicht aus und wollen unseren Mitgliedern immer ein bezahlbares Programm anbieten. Damit es für alle günstiger wird, organisieren wir alle Veranstaltungen selbst. Das ist natürlich auch mit viel Arbeit verbunden. Aber so schaffen wir es, dass viele Veranstaltungen generell kostenlos sind“, erklärt Trittschack. Zum Angebot gehören Wochenendfahrten – beispielsweise nach Berlin, Graz oder Kopenhagen –, Tagesfahrten zur Landesgartenschau oder zum Käsemarkt nach Alkmaar sowie Feste und Workshops.

Programm für Jung & Alt

Vorträge zu unterschiedlichen Themen wie Klimaanpassung, Obstbaumschnitt oder Rasenmähroboter sowie ein Workshop mit Kettensägen-Führerschein stehen ebenfalls auf dem Programm der Gemeinschaft. „Besonders beliebt ist bei uns das Kartoffelfest. Im letzten Jahr haben wir zu diesem Anlass über 3.000 Tulpenzwiebeln verteilt und so dafür gesorgt, dass Herbern in diesem Frühling fast genauso bunt wie der Keukenhof erblüht ist!“

Ein Seniorennachmittag und eine Weihnachtswerkstatt runden die jährlichen Aktivitäten ab. „In diesem Jahr haben wir außerdem bei der Aktion Stadtradeln mitgemacht und werden in unserer Kommune klar den ersten Platz belegen. Knapp 130 Mitglieder haben sich beteiligt und sind über 25.000 Kilometer geradelt“, freut sich Trittschack.

Der Traum vom Gemeinschaftshaus

Für seine Aktivitäten kann der Verein auf ehrenamtliche Helfer setzen. Diese unterstützen bei den Veranstaltungen oder verteilen das Mitgliedermagazin in ihrer Freizeit. Als Dankeschön und Anerkennung wird für die Helfer ein gemeinsamer Nachmittag organisiert. Trittschack hofft, auf diesem Weg auch neue Mitstreiter für die Arbeit im Verein gewinnen zu können: „Eine unserer Herausforderungen wird es sein, junge Leute für die Verantwortung im Vorstand zu begeistern.“

Einen Wunsch für die Zukunft der Gemeinschaft hat Joachim Trittschack noch. „Da es immer weniger Orte gibt, an denen sich die Menschen treffen können, träume ich von einem Gemeinschaftshaus für Jung und Alt“, verrät der 2. Vorsitzende.