Junifruchtfall und Früchte ausdünnen

Solange keine Krankheiten und Schädlinge "am Werk" sind, ist der Junifruchtfall ein natürlicher Prozess. Er sorgt für eine gesunde Frucht- und Pflanzenentwicklung.

Junge Früchte an einem Apfelbaum  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Einige Früchte werden absichtlich entfernt  

Fruchtfall zum Ausdünnen nutzen

Zur Zeit des Junifruchtfalls befreien sich die Obstgehölze von nicht oder nur unzureichend befruchteten Früchten. Diese Zeit sollte dazu genutzt werden, Obstbäume, die sehr voll hängen, durch Fruchtausdünnung zu entlasten.

Besonders bei den alternierenden Obstsorten (ein Jahr Vollertrag - ein Jahr kein Ertrag) ist dies wichtig, da durch diese Maßnahme die Ertragsspitzen und –tiefen ausgeglichen werden. Außerdem wird der Anteil an kleinen und unterentwickelten Früchten reduziert.

Faustzahlen für die Fruchtausdünnung

Apfel und Birne

Kleinfrüchtige Sorten 1 Frucht pro Fruchtstand, großfrüchtige Sorten 2 Früchte pro Fruchtstand. Der Gesamtfruchtbehang sollte bei Bäumen auf schwachwüchsigen Unterlagen (bei Baumhöhe von ca. 2 m) 100 Früchte pro Baum nicht übersteigen. Bei Bäumen mit mittelstarkwachsenden Unterlagen rund 150 Früchte pro Baum.

Aprikose

3 Finger breiter Abstand zwischen den Früchten.

Pfirsich und Nektarine

Faustbreiter Abstand zwischen den Früchten, damit sich diese später nicht gegenseitig abdrücken.

Zwetschge

20 bis 25 Früchte pro lfm. Fruchtholz.