Kastanien werfen bereits ihr Laub ab!

Der vorzeitige Laubfall wird von der Rosskastanienblattbräune (Guignardia aesculi) und der Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella) verursacht.

Larve der Kastanienminiermotte   © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Aus den Eiern der Kastanienminiermotte entwickeln sich die Larven  
Puppe der Kastanienminiermotte  © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Puppe der Kastanienminiermotte  
Blatt das mit der Kastanien-Blattbräune befallen ist   © Verband Wohneigentum NRW e.V.
Durch den Befall der Kastanien-Blattbräune und/oder der Kastanienminiermotte (hier im Bild) werden die Blätter braun  

Rosskastanienblattbräune

Bei dieser Pilzkrankheit verfärben sich die Blätter braun und rollen sich ein. Die Blattbräune kann an der weißblühenden Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und der rotblühenden Rosskastanie (Aesculus x carnea) auftreten.

Kastanienminiermotte

Auch diese Miniermottenart sorgt für einen frühen Laubfall bei der Rosskastanie. Sie befällt überwiegend die weißblühende, während die rotblühende in der Regel verschont bleibt.
Die Kastanienminiermotte durchläuft eine vollständige Umwandlung. Das bedeutet, aus den Eiern des Schmetterlings entwickeln sich die Larven (bis 5 mm lang) -  es folgt ein Puppenstadium. Aus der Puppe (bis 5 mm lang) entwickelt sich ein Schmetterling.

An der weißblühenden Kastanie treten die beiden Schaderreger häufig gemeinsam auf.
Bei starkem Befall sind die Bäume gegen Ende August nahezu entlaubt.

Maßnahmen

Das Falllaub entfernen und vernichten. Eine Kompostierung ist nur über eine funktionierende Heißrotte möglich! Dabei müssen alle betroffenen Pflanzenteile die "heiße Phase" der Rotte durchlaufen!

Eine weitere Erkrankung, die unsere Kastanienbäume befällt, ist das Pseudomonas-Kastaniensterben. Auch durch diesen Schaderreger kommt es zum Laubfall.