Die wesentliche Einschränkung beim privaten Public Viewing im Garten entsteht durch den Lärmschutz bzw. die Vorgaben zur Nachtruhe. Bei der WM 2026 in Kanada, Mexico und den USA ist das besonders kritisch: Durch die Zeitverschiebung beginnt in Deutschland ein Großteil der Spiele zwischen 21 und 0 Uhr. Damit fallen sie ganz oder teilweise in die Nachtruhe.
In NRW und anderen Bundesländern beginnt diese grundsätzlich um 22 Uhr. Auch während der Fußballweltmeisterschaft gibt es für private Veranstaltungen keine Ausnahmen. Ab 22 Uhr gelten dann – je nach Wohnort – Höchstwerte zwischen 35 und 45 Dezibel, was etwa zwischen leisem Flüstern und einem normalen Gespräch liegt.
Auch wenn privates Public Viewing generell erlaubt ist, können sich hier Schwierigkeiten ergeben. Denn ein zu laut eingestellter Fernseher oder der Jubel nach einem Tor würde nach 22 Uhr bereits einen Verstoß darstellen.
Häufig zeigen die Behörden während der WM-Spiele Nachsicht gegenüber feiernden Fußballfans. Darauf verlassen können Sie sich aber nicht. Sollten sich Ihre Nachbarn über die Ruhestörung beschweren, droht ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.
Tipp: Die spät beginnenden Spiele bieten eine gute Möglichkeit, das Fußballevent mit einem Grillabend einzuläuten. Doch auch hier könnten die Nachbarn ein Wörtchen mitzureden haben. Rechtliche Infos rund ums Grillen auf dem Balkon haben wir separat für Sie zusammengefasst.