Das sind schon große Widersprüche, die Wohneigentümerinnen und -eigentümer aktuell in Nordrhein-Westfalen aushalten müssen. Während in NRW seit Jahresbeginn eine Solarpflicht bei Dacherneuerungen gilt, macht das Bundeswirtschaftsministerium ernst mit dem Förder-Stopp für kleine PV-Anlagen. Mit dem Wegfall der Einspeisevergütung für neue Solaranlagen ab 2027 würde eine wichtige Säule der privaten Energiewende einbrechen. Die Pläne kommen zur Unzeit! Dabei müssen wir gar nicht mit dem Iran-Krieg oder die Klimakrise anfangen. Denn erstens ist Photovoltaik bei den Bürgern aktuell beliebt wie nie. Solar ist eine wichtige „Einstiegsdroge“ in die private Energiewende – das hat nicht zuletzt unser PV-Workshop für Ehrenamtliche an diesem Samstag gezeigt! Noch viel wichtiger: Weil die Netzbetreiber mit Smart Metern und Co. absolut nicht nachkommen, fehlen schon die einfachsten Grundlagen, damit private Solaranlagenbetreiber in Zukunft unter fairen Bedingungen am Strommarkt bestehen können.
Die Fassungslosigkeit ist entsprechend groß. Wie die aktuellen Pläne im Detail aussehen, ob es noch Hoffnung auf Änderungen gibt und ob man aus den Vorhaben vielleicht doch noch irgendetwas Positives ziehen kann, diskutieren wir am 6. Mai in der gemeinsam mit unserem Bundesverband organisierten Online-Diskussionsrunde „Einspeisevergütung, adé?“. Wir freuen uns, wenn Sie reinschauen!
Sollten Sie angesichts des drohenden Förderstopps mit dem Gedanken spielen, in diesem Jahr noch eine PV-Anlage zu mieten, legen wir Ihnen unseren neuen Artikel zu gemieteten Solaranlagen aus diesem Newsletter ans Herz.
Viele Grüße
Andreas Kröner und Jan Koch
Geschäftsführer
Ausgabe 11/2026
Versanddatum: 30.04.2026