EEG-Umlage bringt für Eigentümer kaum Veränderungen

Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die eine Solarstrom-Anlage betreiben, erhalten den höchsten Einspeisevergütungssatz. Lohnenswert ist es dennoch, den selbst produzierten Strom auch selbst zu nutzen und unabhängig von öffentlichen Stromanbietern zu bleiben.

Eigenheim mit Solarpanels auf dem Dach
Ein Vorteil von Solarstrom: Energie selbst nutzen und nicht von öffentlichen Stromanbietern abhängig sein. 

 

Wer auf dem Dach seines Eigentums mit der Kraft der Sonne Energie erzeugt, hat regelmäßig mit den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu tun. Ein Beispiel: Die Einspeisevergütung, die ein wesentlicher Bestandteil des Gesetzes ist. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern gehören laut Gesetzgeber eher zu den Betreibern kleinerer Anlagen. Die meist als Dachanlagen konzipierten Stromgewinner verfügen in der Regel über eine installierte Leistung bis 10 kWp.

Vergütungssatz sinkt leicht

Betreiber von Anlagen in dieser Größe erhalten derzeit den höchsten Einspeisevergütungssatz. Im April lag dieser bei 12,30 Cent/kWh und derzeit sinkt er leicht. Von einer Abgabe auf selbst genutzten Strom bleiben die Betreiber von Anlagen dieser Größe nach wie vor befreit. Anders stellt sich die Situation hingegen bei Betreibern größerer Solarstromanlagen dar. Hier sind die Eigenstromverbraucher seit diesem Jahr mit einer anteiligen EEG-Umlage von 40 statt bisher 35 Prozent für selbst genutzten Strom konfrontiert.

Verbraucher bleiben unabhängig

Der Verband Wohneigentum NRW e.V. unterstützt den Einsatz der regenerativen Energien und sieht gerade für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer in der Nutzung der Sonnenenergie eine große Zukunft. Immer leistungsfähigere und kostengünstigere Heimspeicher tragen dazu bei, dass Verbraucher unabhängiger von öffentlichen Stromanbietern werden können, indem sie einen zunehmend höheren Anteil ihres produzierten Stroms selbst nutzen.

Energie auf Abruf

Mit den Speichern lässt sich die erzeugte Solarenergie immer dann abrufen, wenn gerade keine Sonne scheint. So hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) errechnet, dass Betreiber von Photovoltaikanlagen mit Batterie bereits Eigenversorgungsanteile von bis zu 80 Prozent erreichen.

Laut DIW waren bis Ende des vergangenen Jahres deutschlandweit bereits rund 50.000 Speicher installiert. Es lohnt sich also, aufgrund fallender Preise für Speichergeräte den gewonnenen Solarstrom selbst zu nutzen und nicht einfach nur ins Netz einzuspeisen.