Ein Gründach ist generell gut. Geht man davon aus, dass sich die Klimakrise in den kommenden Jahrzehnten massiv verstärkt, dann ist ein Gründach von Vorteil. Denn eine Dachbegrünung gilt als gut geeignete bauliche Klimaanpassung gegen Extremwetterlagen und Stauhitze in Ballungsräumen.
„Im Sommer haben wir Temperaturen, die rund zehn Grad höher sind als am Stadtrand, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft und Lippeverband. Der Experte für Wasserwirtschaft warnt vor „Hitzeinseln in der Stadt“ mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen. Deshalb sei jeder Quadratmeter Fläche gut, auf dem Regenwasser natürlich versickern und verdunsten kann. „Dies sorgt bereits für einen merklich abkühlenden Effekt“, weiß Prof. Dr. Uli Paetzel.
Als Schritt zur Klimaanpassung wird die Dachbegrünung deutschlandweit durch viele unterschiedliche lokale und regionale Förderprogramme unterstützt. Häufig bietet sich ein Carport zur Begrünung an. Der Vorteil ist, dass es hier mit wenig Aufwand schon Ergebnisse gibt und keine zusätzliche Baugenehmigung eingeholt werden muss.
Auch der Verband Wohneigentum spricht sich für bauliche Anpassungen aus, die zukunftsfähig und klimaschonend sind. Der Verband bietet regelmäßig Webinare zu Themen wie Heizen, Sanieren, Begrünen an.
Viele der hier aufgelisteten Nachteile von Dachbegrünungen lassen sich durch Gegenmaßnahmen entschärfen. Etwa durch Förderung, Beratung, richtige Bepflanzung, gute Pflege.